Grüne Stadt
Im Quartiersmanagement gewinnen energetische Standards und Multimedia an Bedeutung
Die Wohntrends werden zukünftig wesentlich multimedialer, also kommunikativ-dynamischer sein und sehr viel Wert auf energetische Standarts, im Sinne des Passivhauses legen. Die Wohnungsgenossenschaften werden zu einem nachhaltigen und dynamischen Quartiersmanagement Vorbildfunktionen übernehmen.
Die Wohnungsgenossenschaften versorgen Menschen mit einem eher knappen Budget mit Wohnungen. Zielgruppe der Neubauten sind weder die Wohlhabenden, noch die fast mittellosen. Hingegen sollte man mit einer normalen Rente oder einem durchschnittlichen Verdienst in der Stadt gut, modern und angenehm leben können. Trotz Wohnknappheit in den Städten gibt es auch hier Konkurrenz. Langfristige Mieter sind von den Wohnungsgenossenschaften durchaus erwünscht. Das Ziel ist, eine Anwohnerschaft zu generieren, die sich möglichst nicht gegenseitig stört und bei aller Inividualität dennnoch miteinander wohnt.
Multimedia ist nicht mehr einzig Privatangelegenheit. Die Wohnungen müssen auf die neuen Möglichkeiten ausgerichtet sein. Im Innenleben der Bausubstanz kann schon von vorneherein die Notruffunktion eingebaut werden, sowie Schalter oder Sprechanlagen-Anschlüsse an strategisch wichtigen Ecken in der Wohnung platziert werden. Dazu gehören auch barrierefreie Badezimmer, mitsamt leicht zu aktivierenden Notknöpfen. Die ambulante Versorgung von hilfsbedürftigen, aber noch weitestgehend selbständig lebenden älteren Menschen wird eine große Zielgruppe der Zukunft sein. Es soll nicht mehr notwendig sein, sofort ins Altersheim umgesiedelt zu werden, sondern vielmehr soll die eigene Wohnung solang wie möglich der zentrale Lebenspunkt bleiben. Die junge Generation wird ein umfassendes Multimedianagebot der Baugenossenschaften zu schätzen wissen. Hier können die Genossenschaften andere Preise bieten, da sie die Möglichkeit haben, viele Kunden für die Inhalteanbieter auf einmal zu generieren. Ein Arrangement, das für alle Beteiligten Vorteile bieten kann.
Energetische Standards schlagen sich in diversen Argumenten nieder. Handfest sorgen Passivhaus-Elemente für eine deutlich ökonomischere Nebenkostenabrechnung. Ferner will keiner mehr in einen Neubau einziehen, der dem Umweltschutz-Gedanken in keinster Weise Rechnung trägt. Wohnen soll eben auch ein gutes Gewissen vermitteln. Wärmeschutzwände, eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung, Doppelt oder Dreifachverglasung, die zwar die Sonnenstrahlen rein läßt, aber die Wärme nicht mehr raus, sind nur einige der Aspekte, die den Energiepaß mustergültig aussehen lassen werden.
Alexander Venn, Juni 2009




