Grüne Stadt
Solardachbörse erhöht Installation von Solaranlagen
Die Stadt Nürnberg ermöglicht Anbietern und Nachfragern von nutzbarer Dachfläche für Solaranlagen, einander leichter zu finden. Es ist eine typische Maßnahme, die für die Stadtverwaltung nur sehr begrenzte Ausgaben bedeutet, aber große ökologische Wirkung erzielen kann.
Online-Börsen sind Märkte, und Märkte sind eine infrastrukturelle Erleichterung zum wirtschaftlichen Austausch. Wenn Städte den Platz für den üblichen Wochenmarkt bereitstellen können, wieso dann nicht auch für Solardächer? Alle Anbieter, ob öffentlich, gewerblich oder privat können hier ihre Dachfläche gegen Vermietung anbieten. Die Mindestgröße der Fläche beträgt 100qm bei Schrägdächern und 300 qm bei Flachdächern. Nachdem Anbieter und Nachfrager zusammengekommen sind, also einen Vertrag über die Nutzung des Daches geschlossen haben, wird das Projekt in die „Realisierte Projekte“ Datenbank aufgenommen.
Immerhin konnten laut Datenbank-Online-Abruf vom 04.Mai 2009 schon 12 Projekte mit einer Gesamtfläche von 39.870 qm in allen Größenordnungen über diese Plattform eingeleitet werden. Die meisten Einträge sind zwar Schulen, also öffentliche Flächen, aber eben nicht alle. Der größte Vermieter konnte 30.000 qm Dachfläche bereitstellen und firmiert als GmbH. Der weitere Effekt ist, dass sich hier die Firmen kurz präsentieren können, die Solaranlagen zum gewerblichen Betrieb auf fremden Dächern errichten wollen. Möglicherweise ist der Effekt der Solardachbörse noch viel größer, da nicht alles, insbesondere bei kleineren Dächern, über diese Börse läuft. Muß es auch nicht, schließlich kommt es auf den größtmöglichen ökologischen Nutzen der Börse an. Vermittlungsgebühren wie auf Wertpapierbörsen fallen hier ohnehin keine an.
Alexander Venn, Mai 2009



