Grüne Stadt
Städte ermöglichen Bewaldung der Wüste
Bisher sagt man, dass Städte nur die nähere Umwelt zerstören, sie ziehen das saubere Wasser aus den Flüssen und leiten das mehr oder weniger schmutzige Wasser wieder ein. In Ägypten zeigt ein Forschungsprojekt, dass es so nicht sein muss. Der Kern ist, dass das ohnehin anfallende Brauchwasser der Städte nach einer biologischen Vorreinigung direkt zur Bewässerung von künstlich angelegtem Wald genutzt wird.
Die Setzlinge werden im Gewächshaus vorgezüchtet, später dann eingepflanzt. Das Wachstum der Bäume ist offenbar bei dieser Menge an zur Verfügung stehendem Licht um ein Vielfaches höher als es das bei uns wäre. An 24 Orten in Ägypten gibt es diese neuen Pflanzungen, schon nach 8 Jahren sieht die Gegend wirklich wie ein Wald aus. Allein die Versorgungsschläuche am Boden zeigen, dass es sich um ein künstliches Produkt handelt. Dennoch wird definitiv CO2 gebunden. Das Brauchwasser der Städte wird einer sinnvollen Verwendung zugeführt. Der Boden rund um die Wälder erlaubt neue landwirtschaftliche Nutzung. Ferner besteht die Hoffnung bald schon nachhaltige Forstwirtschaft betreiben zu können. Das bringt sowohl Arbeitsplätze, als auch den Drang mit sich weitere Wälder in der Wüste anzulegen. Das Beste, was ökologisch sinnvollen Projekten passieren kann ist, dass sie wirtschaftlich rentabel sind, um nicht mehr auf Zuschüsse angewiesen zu sein.
Festzustellen bleibt, nur durch Städte und somit nahegelegene Industrie kam es überhaupt zu Abwässern, und somit zu diesen Wäldern an etwas unüblicher Stelle. Es ist doch gut, wenn es mal andersherum läuft. Städte bringen also auch ökologischen Nutzen, sofern man die Ressourcen nachhaltig nutzt
Alexander Venn, September 2010
Das Projekt wird auch durch die TU München mit betreut:
Nachhaltige Forstwirtschaft in Wüstengebieten Ägyptens unter Verwendung von Abwässern



ich fände es wirklich toll, wenn solche Projekte erfolreich werden. nicht nur das es überaus nützlich ist, bepflanzungen sehen auch immer toll aus, gerade in einer Wüste.