Kurz notiert
Elektroauto für die Stadt tankt Wind und Sonne
Elektroautos haben es bisher noch nicht zur wirklichen Marktreife geschafft. Vielleicht schafft es das Stadtauto Eclectic von der feinen Autoschmiede Venturi.
Der große Vorteil des Eclectic ist, dass er ganz bewusst als Stadtauto konzipiert wurde und sich somit in Geschwindigkeit, Reichweite und Nutzlast gar nicht mit den Benzinern messen lassen möchte. Dafür kann der Wagen als komplett autarkes System funktionieren. Das heißt, es ist nicht einmal der Strom aus der Steckdose zwingend notwendig - bei mäßigem Einsatz. Die Reichweite beträgt 50 km bei einer Geschwindigkeit von 50km/h. Das Dach besteht aus lichtdurchlässigen 2,5m² Photovoltaikzellen. Bei windigem Wetter kann eine tragbare Windturbine aufgestellt werden, die sich leicht mitführen lässt.
Das solare Aufladen erbringt etwas 7km am Tag. Hinzu kommen an windigen Tagen noch einmal 15km mit Hilfe der Windturbine innerhalb von 8 Stunden. Wenn weder die Sonne scheint, noch ein Lüftchen weht, dann dauert das Aufladen aus der Steckdose 5 Stunden. Wenn man ohnehin nur 15km zur Arbeit fahren muss, dann kann man das Schlechtwetterrisiko durchaus eingehen, da man den Wagen abends ans Netz hängen kann. Wer in der Stadt sowohl lebt als auch arbeitet, der scheint mit der Reichweite kein Problem zu haben. Für Pendler ist das Auto nicht gedacht.
Einzig der stolze Verkaufspreis von etwa 24.000€ wird eine Massenfertigung bekannter Ausmaße nicht wahrscheinlich werden lassen. Dennoch kann er Zeichen setzen und Konkurrenten im Elektromobilbereich in ihren Anstrengungen beflügeln, besser und kostengünstiger zu werden. Auf der anderen Seite ist das Unternehmen in Monaco angesiedelt, dort ist der Preis eher das geringere Problem.
Interesse zeigten vor allem Hotels und Firmen, die in dem neuartigen Dreisitzer eine interessante Werbmöglichkeit sehen. Das Auto fällt auf.
Möglicherweise werden sich Autofahrer von Energiekonsumenten hin zu Energieerzeugern wandeln, das soll zumindest die Botschaft sein.
Letztlich entscheidet zwar der Verbraucher, wo er die Messlatte ansetzt, aber wenn es gelingt, dass man den Eclectic eben nicht mehr als reines Konzeptauto betrachtet, sondern als eine Freude bereitende, grüne, verbrauchskostengünstige und vor allem autarke Alternative, dann ist schon einiges erreicht.
Alexander Venn, Juli 2008
Nachtrag: Die großen Stromkonzerne wagen immerhin schon einmal von den Millionen Autobatterien, die am Netz hängen, als eine Art virtuelles Stromspeicherkraftwerk zu träumen.
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“Elektroautos haben es bisher noch nicht zur wirklichen Marktreife geschafft”…leider ist das noch eine grosse Diskution, da seit Jahren das Elektroauto eine REALITÄT war. Aber aufgrund wirtschaftlichen Gründen konnte es nicht weiter gehen!!!
Naja, toll dass heute können wir nochmals mt einer Möglichkeit rechnen.
Was ich ein bisschen Kompliziert finde, ist der Preis aber es wird bestimmt etwas damit machen… ich hoffe!!!!