Masterpläne
Greenpeace präsentiert klimafreundliche Stadt als lehrreiche Animation
Greenpeace zeigt mit ihrer Animation von EfficienCity einen Weg auf, wie man die Thematik Energieeffizienz, Klimaschutz, erneuerbare Energien und moderne Stadtentwicklung auf spielerische Weise näher bringen kann.
Die Modernisierung der Energieversorgung ist auch ein ganzes Stück Überzeugungsarbeit. Greenpeace U.K. leistet hierzu einen Beitrag, der nicht nur mit Text, sondern auch mit Bild und Spiel unterfüttert ist. Die Fakten sollten für sich sprechen.
Ein wesentlicher Punkt ist, dass man die Energie regional dort erzeugt, wo sie auch gebraucht wird. Riesige Strommeiler sind oft weit entfernt von den Verbrauchsorten, somit fallen hohe Kosten für die Infrastruktur an und es geht eine beträchtliche Energiemenge für die Übertragung verloren. In der Folge wird mehr Energie erzeugt als nötig, das ist Verschwendung von Ressourcen, letztlich dem Geld der Verbraucher, deren Warenkorb somit an Vielfältigkeit einbüßt. Greenpeace nennt einige Zahlen für Großbritannien: Von der Stromrechnung gehen nur 37% in die direkte Elektrizitätserzeugung, der Rest hat etwas mit dem Unterhalt der teils maroden Übertragungswege und sonstiger Energieinfrastruktur zu tun. Damit ist die ökonomische Frage nach den Gegenpolen Kosteneinsparung durch Skaleneffekte in der Massenproduktion von Strom in zentralisierter Form und der dezentralisierten Energieerzeugung durch kleine örtliche Anlagen wieder offen. Zudem darf man auch bei einer zunehmenden Verbreitung von kleinen Anlagen auf fallende Stückkosten und zunehmende Effizienz hoffen. Ökonomisch zumindest gibt es keinen Grund, weshalb mit der zunehmenden Marktdurchdringung nicht auch die Produktionskosten und somit Verkaufspreise für Solaranlagen, Windkrafträder, kleinen Kraftwärmekopplungsanlagen und örtlichen Biomasseanlagen fallen werden.
In der virtuellen Stadt klickt man auf die diversen Gebäude, Windräder, Biogasanlagen oder Wellenkraftwerke und erhält Informationen über Funktionsweise und Bilder von beispielhaftem und realem Einsatz. Das Projekt macht einen professionellen Eindruck. Möchte man die virtuelle Stadt auf seinen PC runterladen, so werden immerhin 50MB Speicherplatz benötigt.
Dezentralisierung der Strom und Wärmeerzeugung mit regenerativen Energien ist klimaschonend und ökonomisch sinnvoll, so die Botschaft. Energieautarke Städte und in Metropolen vielleicht gar größere Stadtviertel wäre eine mögliche zukünftige Entwicklung.
Alexander Venn, Januar 2009
Greenpeace UK Projekt EfficienCity
Die Banner zur EfficienCity
Bericht zur virtuellen Stadt auf urbanophil




