Masterpläne
Silk City ist Kuwaits neuer Investitionsstandort
Silk City oder Madinat Al Hareer wird die neue Großbaustelle in Kuwait. Geplant ist auf 250 km² eine architektonisch einmalige Stadt zu errichten mit dem 1001 Meter hohen Tower „Mubarak al Kabir“ im Mittelpunkt.
Kuwait investiert seine Öl-Gewinne in Großprojekte. Eines davon ist die „Seiden-Stadt“. Der Staat investiert 132 Mrd. Dollar, so die Planung. Die Stadtplanungen, an denen die Architekten von Eric Kuhne & Associates maßgeblich beteiligt waren, sehen eine Einwohnerzahl von 700.000 Menschen und 450.000 Arbeitsplätze bei Fertigstellung im Jahre 2023 vor.
Das sichtbare Highlight ist sicherlich der 1001 Meter hohe Turm in der „Business City“. Interessant sind aber auch die geplante Brückenverbindung nach Kuwait-City und die internationalen Bahnverbindungen nach Damaskus, Baghdad, Iran und China. Kuwait hat offenbar den festen Willen eine wirtschaftlich herausragende Rolle in der Großregion zu spielen. Silk-City soll wahrscheinlich als eine Drehscheibe in der Region fungieren, etwas mehr als nur symbolische Brücken sollen hier entstehen.
Wenn man solch kühne Projekte aus dem Boden stampft, dann ist der Geldeinsatz enorm. Mit den staatlichen 132 Mrd. Dollar ist es noch lange nicht getan. Der Haupteinsatz soll von allen möglichen Investoren kommen. Doch dabei steht Silk- City in Konkurrenz mit anderen Planstädten wie z.B. Masdar in Dubai und weiteren neuen Städten in den Vereinigten Emiraten. Auch China ist in Sachen Retortenstadt nicht zurückhaltend. Ob Dongtan oder Lingang, hier soll gleichfalls neueste Technologie angewendet werden und die Welt davon überzeugt werden, dass die Wirtschaftssonderzonen hervorragende Investitionsstandorte sind. Dazu werden viele neue Gesetze erlassen, eine hohes Maß an Steuervergünstigungen gewährt oder seltener auf einen inländischen Partner bestanden.
Die einsehbaren Bildprojektionen von Silk-City sind eindrucksvoll. Extreme Bauwerke sind auf jeden Fall ein Magnet. Das Burj al Arab in Dubai, eines der luxuriösesten Hotels der Welt, ist bekannt und hilft die Gegend zu vermarkten. Seine Baukosten betrugen um die 1,5 Mrd. Dollar. Wenn ein, wenngleich besonders hervorstechendes Gebäude derartige Summen verschlingt, dann kann man sich vorstellen, dass eine ganze Stadt noch weitaus mehr Investitionskapital erfordert. Das Hauptziel in Kuwait dürfte es aber sein, eine vielfältige Ökonomie aufzubauen und die Monokultur der Ölindustrie zu verlassen. Kuwait verdient gerade gutes Geld und sie investieren in zukunftsträchtige Projekte. Kuwait hofft, mit der Grundfinanzierung nicht nur einfach ausländische Investoren zu gewinnen, die irgendwann doch Steuern und Gehälter bezahlen, sondern vor allem Know-how zu generieren. Bisher war das Hauptgeschäft schlicht Öl. Die Zeit danach stellt die große Herausforderung dar, jetzt die richtigen Weichen zu stellen, sichert die Chancen auf eine prosperierende Zukunft.
Alexander Venn, August 2008





Hallo Alexander Venn,
schoen recherchiert, und laesst Raum fuer weitere Spekulationen aus 1001 Nacht. Wir duerfen davon ausgehen, dass Sie hier die offiziellen Zahlen nutzen, und daher besitzen Sie hier wie allen Anderen auch ein gefaehrliches Halbwissen. Sie glauben doch nicht, dass kuwaitische Entscheidungstraeger und hier allgemein die Hochfinanz der Golfaraber
Ihnen und den Rest der Welt die tatsaechlichen Zahlen nennen, ueber welches Vermoegen welche prominente Familie aus einem Emirat wie z.B Kuwait tatsaechlich verfuegt. Natuerlich (und das ist menschlich und auch am Golf angekommen, gibt es hier einige Ausnahmen.
Vermoegende Personen die sich profilieren wollen, und zeigen wollen was sie besitzen. Das dies ein Sport ist und gleichzeitig ein Spiel, ist im Westen nicht angekommen. Solche Staedte wie die Medina alhareer koennten 1000-fach neu entstehen, dies waere eine Leichtigkeit. Jedoch planen die kw. Verantwortlichen planvoll und strategisch )
Ein Investor der investiert, fragt nicht nach Ihrer Meinung. Warum wohl buhlen alle Staaten der westlichen Welt um die Gunst der Kuwaitis. In Kuwait (und nur in kuwait) herrschen die Diwanias.
D.h in Kuwait haben wir 365 Tage im Jahr Ramadan. Zugang zu den Diwanias haben nur kuwaitische Entscheidungstraeger, Freunde und Geschaeftspartner. Diwanias sind jeden Tag an einem anderen Ort. Je nach dem wer eingeladen hat. Nur in den Diwanias werden die eigentlichen Big-Deals entschieden. Informationen dringen nicht nach Aussen. Wie kein 2 beherrschen die Kuwaitis die Kunst der Diplomatie. Warum wohl passen wir uns der Restlichen Welt an, wie z.B die Zeitrechnung und das Datum. Uebringens in Kuwait gilt fuer Einheimische wie fuer Auslaender ( firmen, institute, und natuerliche Personen) niemand bezahlt Steuern>