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—— Stadtentwicklung - Urbanisierung - Städte im Trend  ——
Sinn und Unsinn von Städterankings

Informationsportal: Urbanisierung & Stadtentwicklung & Grüne Stadt ___________Thursday, 17 . Apr . 2014 | KW16

Rankings

Sinn und Unsinn von Städterankings


Ein Ranking ist immer eine von vielen möglichen Interpretationen der Welt der Städte. Am Anfang steht immer die Frage, was man untersuchen möchte. Ein letzter Platz in einem Ranking heißt nicht zwangsweise, dass die betroffene Stadt dem Untergang geweiht ist.

Je nachdem, welchen Schwerpunkt die Stadtentwicklung setzt, kann ein schlechtes Ranking auch völlig bedeutungslos sein. Andererseits können Städterankings wertvolle Hinweise geben, was man besser machen kann, um bestimmte Ziele zu erreichen. Manchmal ist es auch nur eine Frage des Stadtmarketings, wenn man nicht mal im Ranking vertreten ist.
Berlin ist ein typischer Fall einer Stadt, die in jedem Deutschland-, aber auch Europa-Ranking vertreten sein sollte. Ganz objektiv und sehr leicht abfragbare Indikatoren wie Arbeitslosenquote, Kaufkraft, Gewerbsteueraufkommen pro Kopf und so weiter sind in der Bundeshauptstadt nicht gerade umwerfend. Im INSM-Ranking lag sie deshalb auf Platz 50.
Die Anzahl der Museen und Botschaften sind es hingegen schon. Dazu kommt Berlins Bohème-Anteil, der im FAZ-Ranking sehr gut abschneidet.

Berlin ist nun mal Bundeshauptstadt und erhält dadurch zwangsweise mehr bundesfinanzierte Gehälter als jede andere Stadt. Sie wird immer Bundesmittel beantragen können, wenn bundespolitisch repräsentative Investitionen nötig sind oder gewisse Zentralisierungen politisch beschlossen werden. Diese Effekte wirken insbesondere langfristig stabilisierend und wachstumsfördernd. Keine andere deutsche Stadt kann mit einer solchen garantierten Lohnsumme rechnen. Was die Internationalität angeht, so kann man auch hier sagen, dass das einen Wert für sich darstellt. Es bedeutet, dass sich Menschen unterschiedlicher Kulturkreise über den Weg laufen und miteinander kommunizieren, woraus sich ein Schmelztiegel der Ideen ergibt. Frankfurt hat durch den Flughafen und als Sitz der EZB gleichfalls ein hohes Weltstadt-Potential, aber politisch nicht die Kraft von Berlin. Ob Frankfurt, München, Hamburg oder Köln, diese Städte müssen ökonomisch besser funktionieren. Sie können nur auf Landes- nicht aber auf Bundesmittel in der Leichtigkeit zurückgreifen. Am schwersten haben es die Städte, die nicht Landeshauptstadt sind und dennoch auf dem einen oder anderen Gebiet Weltrang erlangen wollen. Ihnen bleibt nur die Möglichkeit, eine besonders gute Wirtschaftspolitik zu betreiben. Rankings bewerten die Starken und vergleichen sie untereinander.

Wie störanfällig manche Indikatoren sind, die als unverrückbar galten, zeigt die aktuelle Finanzkrise. Die hohen Abschreibungen der Finanzwirtschaft werden die Gewerbsteuereinnahmen oder das ausländische Pendant einzelner Städte wie Frankfurt oder auch London und New York noch lange in zum Teil erheblichem Maße beeinträchtigen. Man wird es sehen, ob sich das Ranking von Mastercard hinsichtlich Welt-Wirtschaftszentren ändern wird.
Ähnliches kann für industrielle Automobilagglomerationen gelten. Da weiß man noch nicht, wie sich die Geschichte auswirken wird. Welche Probleme eine Monokultur aufweist, das hat man im Ruhrgebiet schon erlebt, in Detroit USA brodelt es schon seit einiger Zeit, jetzt aber ist es signifikant sichtbar. Genau diese Städte hätten mit den Indikatoren von heute vor 40 Jahren noch ganz hervorragend abgeschnitten. Monokultur, also Spezialisierung auf einen steuerlich ertragsstarken Wirtschaftszweig, ist für Unternehmen das Richtige nicht aber unbedingt für Städte. Was wäre Wolfsburg ohne VW, oder Sindelfingen ohne Daimler? Frankfurt ist diversifiziert genug, die Stadt wird die kommenden dünnen Jahre aus dem Wegfall der finanzwirtschaftlichen Steuereinnahmen überstehen, doch genau da liegt der Punkt. Eine Stadt, die langfristig eine gewichtige Rolle spielen möchte, muss diversifizieren und dennoch Schwerpunkte setzen.
Die Indikatoren sind nicht unsinnig, man muss sie nur zu deuten wissen. Wenn man liest, dass die eigene Stadt in einem Ranking schlecht abschneidet, sollte man sich zumindest fragen, ob das eine Relevanz für die eigene Zielsetzung hat. Eine Arbeitslosenquote steigt nur in Krisenzeiten sprunghaft an, ansonsten ist es zumeist ein Hinweis auf ein strukturelles Problem, das angegangen werden sollte, da es sich sonst gerne hochschaukelt.

Spannend, aber mit größeren Unsicherheiten behaftet und in der Erhebung kostenintensiv sind Rankings, die soziale Indikatoren wie Höflichkeit, Zufriedenheit oder Kulturaffinität messen. Übrigens: Readers Digest empfand die New Yorker weltweit am höflichsten, die Berliner sind aber auch ganz nett.
Wenn eine Stadt allerdings in diversen Rankings, die heute oft sogenannte „weiche“ Indikatoren beinhalten, an diesen Stellen besonders schlecht abschneidet, dann sollte sie sich Gedanken darüber machen, ob das nicht Vorboten sein könnten, dass etwas nicht stimmt. Wenn beispielsweise die Beschäftigungssituation noch im vertretbaren Maße ist, die Bevölkerung aber zunehmend unzufriedener wird, kann das ein Hinweis darauf sein, dass es den Unternehmen nicht mehr so gut geht und somit der Druck auf die Angestellten erhöht wird. Es fehlt also vielleicht nicht mehr viel zu Entlassungswellen. Das muss nicht, kann aber so sein.

Der Punkt ist und bleibt: Rankings untersuchen immer nur ganz bestimmte Aspekte, sie wurde aus einer ganz bestimmten Motivation heraus gestaltet. Die großen Rankings weisen selten statistische Fehler auf, aber das ist ein anderes Thema. Vielmehr ist die Welt zu komplex, um alles in eine Formel packen zu können. Es geht um Teilausschnitte des urbanen Lebens. Fast alle großen anerkannten Rankings beschäftigen sich zudem nur mit den größten Städten oder zumindest mit den Landeshauptstädten oder den Metropolregionen. Größe ist ein Vorauswahlkriterium. Das ist auch insofern nachvollziehbar, da es keinen interessiert, ob Buxtehude nun in einem Punkt erfolgreicher ist als Paris oder München. Es ist auch nicht von deutschlandweiter Relevanz, wenn zwar die Pro-Kopf-Steuereinnahmen den doppelten Durchschnitt erreichen, das gesamte städtische Steuerbudget dennoch nicht einmal zur Finanzierung eines neuen Feuerwehrautos ausreicht. Hocharbeiten müssen sich die kleinen Städte schon selbst, um überhaupt in die Städte-Rankings aufgenommen zu werden. Der Ursprungsmaßstab sind zuerst die absoluten Größen, erst dann betrachtet man in der definierten Gruppe der Städte die relativen Größen und zieht die Vergleiche. Für die kleinen Städte gibt es die Regionalrankings oder aber die hochspezifischen Rankings, wie das der Solarbundesliga Deutschlands.
So wird Freiburg neben Hamburg oder Amsterdam als eine der grünsten europäischen Städte genannt. Doch das ist eine hochspezifische Untersuchung und eher ein Wettbewerb denn ein Ranking, wobei hier die Mindesteinwohnerzahl auch schon bei 200.000 liegen muß. Für eine Großstadt gibt es nicht viel zu lernen, wenn die kleinsten 100 Städte Deutschlands innerhalb eines Rankings miteinander verglichen werden. Für diese Städte hingegen können sich sehr wohl Anreize zum Handeln ergeben.

Der Sinn von Rankings liegt im problemorientierten Vergleichen und in der Regel unter Städten ähnlicher Relevanz, je nach geografischem Bezugsrahmen. Unsinn ist, jedes Ranking panisch zu kommentieren. Doch Städte-Rankings sind öffentlichkeitswirksam und deshalb sollte man im Interesse des Stadtmarketings angemessen darauf reagieren. Ohne die Fußnoten gelesen zu haben, kann man nicht über Sinn und Unsinn eines Städterankings befinden. Im Zweifel muss man ein eigenes Ranking in Auftrag geben.

Alexander Venn, Februar 2009


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