Stadtprojekte
„Living Bridge“ Hamburg – Ein Wirtschaftsprogramm
Die „Living Bridge“ erzeugt positive ökonomische Effekte für die Stadt Hamburg. Stadtplanung und Großprojekte als Exportgut?
Hamburg – Deutschland: Fakten zum Bauwerk: Die Living Bridge in Hamburg, geplant von dem Architekten Hadi Teherani, soll das neue Stadtviertel Hafen City mit dem Stadtteil Wilhelmsburg verbinden. Auf 700 Metern Länge sollen 1000 Wohnungen, moderne Büros und Gastronomie entstehen, dazwischen liegt Ein Park. Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf 370 Mio. Euro.
Das Kwow-How der Planer und Ersteller kann ein echtes Exportgut werden. Der Tourismus profitiert durch den Besuch eines Wahrzeichens der Stadt Hamburg. Besuch von ausländischen Stadtabordnungen bringen durchaus Renommee und vielleicht neue Aufträge. Es entstehen neue Büros, somit Arbeitsplätze in direkter Nähe zur Stadtmitte. Inklusive der neuen Anwohner und deren Besucher erfolgt so Umsatzsteigerung im Einzelhandel der Hafencity und Stadtmitte.
Ein Beitrag zur weiteren Belebung der neuen Hafencity wird nicht nur durch die Bewohner der Wohnbrücke, sondern auch durch die neue Verbindung zum Stadtteil Wilhelmsburg geschaffen. Nicht ganz vergessen darf die permanente Betreuung durch Handwerker und Dienstleister aus der Umgebung. Bei einem Komplex dieser Größe gibt es immer etwas zu tun, so benötigt alleine schon der Park eine ständige gärtnerische Betreuung. In Verbindung mit der Hafencity werden neue Konzepte der Energieversorgung entwickelt. Auch das ist Kwow-How. „Grüne Energie-Technik“ ist schon zu einem Exportschlager geworden. Die Forschung muss weitergehen. Fest steht, dass ein Investitionsvolumen von 370 Mio. Euro ein Betrag ist, den die Investoren nicht einfach so abschreiben. Sie wollen ein Return on Investment, dafür werden sie einiges tun.
Die Stadt ist Anbieter, je mehr diversifizierten und attraktiven Wohnraum Hamburg anbieten kann, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Kernstadt neue, produktive und kreative Einwohner gewinnt. Dichte muss attraktiv sein. Wenn die Menschen davon überzeugt werden können, dann greifen auch Skaleneffekte durch gemeinsam genutzte Infrastruktur. Das heisst, die durchschnittlichen infrastrukturellen Kosten pro Einwohner sinken, mit dem gesparten Geld, kann die Stadt weitere interessante Projekte zum Laufen bringen.
Es ist eben nicht nur, dass das Projekt für sich genommen, also für Hamburg ein Erfolg werden muss, sondern auch, wie eingangs erwähnt, ein Exportprodukt werden kann. Das funktioniert nur, wenn man ein gutes Vorzeigeprojekt auf die Beine gestellt hat. Auf die weitere Entwicklung darf man gespannt sein.
Alexander Venn, Februar 2008
Urheber Bildquellen: “Gärtner + Christ, Hamburg”


