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Cityfonds Hannover - regionales Kapital finanziert Einkaufszentrum

Informationsportal: Urbanisierung & Stadtentwicklung & Grüne Stadt ___________Wednesday, 08 . Sep . 2010 | KW36

Stadtprojekte

Cityfonds Hannover - regionales Kapital finanziert Einkaufszentrum


Am 15.10.08 eröffnet ECE die Ernst-August-Gallerie Hannover. 47% der 3200 Privatanleger stammen laut ECE aus Hannover. Das Investitionsvolumen betrug 230 Mio. Euro. LEED-Zertifizierung ist eingeplant.

Wer seine Stadt liebt und nach geeigneten Investitionsanlagen sucht, der erfreut sich an Stadtfonds. HGA-Capital ist ein Unternehmen der HSH-Nordbank und legte 2006 den HGA City-Fonds Hannover GmbH&Co.KG auf. Ausgestattet mit einem Eigenkapital von 93 Mio. € und einem Fondsvolumen von 97,3 Mio. € wurden 230 Mio. € investiert. Die Mindestanlage betrug 10.000 Euro. Es wird eine Rendite prognostiziert, die von 6% auf 8% p.a. steigt. Laut HGA waren die Verkaufsflächen schon vor Fertigstellung zu 100% vermietet. Nun können die mehr als 140 Läden, Dienstleistungs- und Gastronomiebetriebe ihre Produkte an den Mann bringen und die erhoffte Rendite erwirtschaften.

Das Grüne Gebäude erhofft sich eine Zertifizierung nach dem amerikanischen LEED Standard. LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) honoriert Gebäude mit besonders guten Umweltwerten. Sie weisen beispielsweise CO2-Einsparungen oder Umweltschonende Materialverarbeitung aus. Ein Gebäude das weniger Energie zum Heizen oder Kühlen verbraucht, senkt damit auch seine Nebenkosten, was zu einer besseren Vermietbarkeit führt. Die höhere Vermietungsquote steigert wiederum den Wiederverkaufswert. Wenn bei anderen Gebäuden die Nebenkosten steigen, wird das LEED Gebäude relativ immer wertvoller. Die Galerie will die Einsparung einer elektrischen Mall-Kühlung durch eine ausgefeilte natürliche Be- und Entlüftung ersetzen und so 35 Tonnen CO2 vermeiden. Der zweite interessante Punkt ist die Fotovoltaikanlage auf dem Dach. Die 250 Kilowatt Solarstromanlage vermeidet noch einmal 50 Tonnen CO². Sie soll soviel Strom erzeugen wie 65 Einfamilienhäuser verbrauchen. Energiesparende Leuchtmittel sind ohnehin vorgesehen.

Regionalpatriotismus manifestiert sich nicht zwingend allein im Schützenfest oder bei Kommunalwahlen. Das regionale Kapital existiert und kann auch akquiriert werden, wenn das Angebot passt. Der Hannoveraner kennt seine Stadt und schätzt auch den Standort des Investmentobjekts ein. Offenbar haben nicht nur ECE und HGA einen Bedarf einer City-mall gesehen, sondern auch eben die örtlichen Privatanleger. Die beiden Durchführungsgesellschaften haben viel Erfahrung in dem Geschäft, was eine gewisse Sicherheit für den Anleger bedeutet. Die Betonung der möglichen LEED-Zertifizierung liegt im Trend, zumal es dazu auch neuerdings das deutsche Pendant (DGNB) gibt. Eine nennenswerte Solarstromanlage ins Geschäftsmodell einzubeziehen ist mit Sicherheit wohlwollend aufgenommen worden. 2006 stiegen die Strompreise schon langsam, doch in 2007 und 2008 gab es noch einmal einen Preisschub. Der Energieeinsparungsteil des gesamten Geschäftmodells wird immer wichtiger und trägt wohl auch in Zukunft einen immer wichtigeren Teil zur Renditegenerierung bei. Maßgebend werden aber die Mieten bleiben, die allerdings wiederum auch von den Nebenkosten abhängen und die werden wohl vergleichsweise günstig ausfallen.

Alexander Venn, Oktober 2008

City Fonds HGA-Capital
ECE Pressemitteilung


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Ein Kommentar zu “Cityfonds Hannover - regionales Kapital finanziert Einkaufszentrum”

  1. Großes Potential in der grünen U.S. Bauindustrie | City Innovations Review

    [...] Standart scheint sich auch global durchzusetzen, immerhin ist er in 91 Ländern verteten. Auch in Deutschland gibt es Gebäude die die LEED-Zertifizierung beantragt haben. LEED ist ein verkaufsargument, das wohl das grüne Gewissen anspricht, als auch [...]

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