Stadtprojekte
Designer erhalten in der HafenCity ein neues Zuhause
Der „designport hamburg“ wird auf 10.000 m² Bruttogeschossfläche einige der kreativen Kräfte Hamburgs in zentraler Lage bündeln. Die Kreativwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, dieser neueren Erkenntnis trägt Hamburg mit dem Gebäudekomplex Rechnung.
In der wirtschaftswissenschaftlichen Diskussion hatten die Begriffe kreative Klasse, Designwirtschaft u.ä. bis vor kurzem nur eine sehr geringe Bedeutung. Das hat sich geändert – dank der „Theorie der kreativen Klasse“ des Ökonomen Richard Florida u.a.. Hamburg hat hier sehr schnell reagiert. Die Ansiedlung von Kreativen in der HafenCity passt aus mehreren Gründen. Design hat immer die Aufgabe, etwas Neues zu schaffen, die HafenCity ist neu, und die Architektur ist besonders. Häfen haben Charme, zu dem sich Kreative in der Regel hingezogen fühlen. Die Hafen City Universität wird sich in Nachbarschaft befinden, ebenso wie die dazugehörige U-Bahn Haltestelle.
Die Gebäude sind noch nicht erstellt, die Ausschreibungen erfolgen 2009 und sollen schon 2011 bezugsfertig sein, aber die zukünftige Nutzung ist schon klar. Die Architekten werden demnach versuchen, die best mögliche Arbeitsatmosphäre zu schaffen, die auf eine spezifische vordefinierte Klientel abgestimmt ist. Die Architekten werden hier naturgemäß vor einer besonderen Aufgabe stehen, den ästhetischen Ansprüchen der Designwirtschaft recht nahe zu kommen.
Der „designport hamburg“ wird aber nicht nur Büros und Arbeits- bzw. Wohnlofts für die Designschaffenden beinhalten, sondern auch mit dem „designxport“ eine Kommunikations- und Präsentationsfläche im Erd- und Sockelgeschoß. Hier wird sich alles um Design drehen, von der Beratung über Networking bis zum Schmökern und Weiterbilden in der Design-Präsenzbibliothek. Im Designshop werden die Produkte der Hamburger Designbüros angeboten. Nach dem Besuch von Ausstellungen, Vorträgen und Symposien kann man sich im Gastronomiebereich stärken.
Die drei Gebäude werden direkt am Wasser, am „Magdeburger Hafen“ gelegen sein. Auf die Ausschreibungsergebnisse darf man schon gespannt sein. Für die Besucher Hamburgs kann der „designport“, nicht zuletzt auch wegen des Shops, eine echte Attraktion werden.
Alexander Venn, Dezember 2008
Bildrechte: Illustration: Michael Korol, Quelle: HafenCity Hamburg GmbH
Pressemitteilung zum „designport hamburg“
Wissenschaftliches Papier zur „Geografie der kreativen Klasse in Deutschland“ von der Universität Freiberg (Deutschlandkarte auf Seite 12 mit Anteilen der kreativen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung)




