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Penthousebegrünung in der Stadtmitte schafft Arbeit

Informationsportal: Urbanisierung & Stadtentwicklung & Grüne Stadt ___________Saturday, 31 . Jul . 2010 | KW30

Stadtprojekte

Penthousebegrünung in der Stadtmitte schafft Arbeit


Manhattan: Ein Ex-Banker kaufte sich ein Penthouse für 3,9 Mio. $ und baute es zu einem Bio-Top der Sonderklasse für 1,2 Mio. $ um. Man kann mit Geld auch nachhaltigen Luxus und fortwährende Arbeit schaffen.

Das Penthouse inmitten von Manhattan zeichnet sich natürlich durch einen spektakulären Blick, eine wirklich bevorzugte Wohnlage aus, aber das High-Light ist das Thema: Living Green.

Das Interieur beinhaltet viel Holz, ohne dass neue Bäume gefällt werden mussten. So wurden der Walnussboden und die hölzerne Wandverkleidung aus recyceltem Holz hergestellt. Für einige weitere Elemente hatten die Raumgestalter und Designer den Auftrag erhalten „Fundstücke“ zu verwenden und diese aufzupolieren, bis edle Stücke daraus geschaffen waren. Die Verschwendung von Ressourcen ist nicht im Sinne des Erfinders / Auftraggebers. Damit beginnt eigentlich der Gedanke der Nachhaltigkeit.

Ein Haufen Topfpflanzen im Rauminneren sind noch keine Besonderheit, ein ganzes Grünpflanzenbeet allerdings schon. Die Grüne Lunge für die eigenen vier Wände, deren Bewässerung durch ein ausgeklügeltes Regenwasserverteilsystem sichergestellt wird, sorgt für gute Atemluft und das Gefühl, auch bei schlechtem Wetter der Natur nah zu sein.

Das Dach ist mit winterharten Gräsern und Birken begrünt und mit Holzboden an den freien Flächen ausgelegt. Die wetterfeste Küche auf dem Dach sorgt dafür, dass man das Bio-Top möglichst oft nutzt. Vollflächige Dachbegrünungen sind ja bekannt, nutzbare Dachterrassen auch. Entscheidend ist hier aber, daß beides geht. Man verbessert mit der Penthousebegrünung ein klein wenig die Stadtluft und läßt es sich noch dabei gut gehen.

So viel Grün will auch gepflegt sein. Da man aber in der Regel nur Zeit oder Geld hat, seltener beides, muß in der Wohnung ab und an ein Gärtner nach dem Rechten schauen. Wenn man in der City ein 300 qm Loft zur Verfügung hat, muss man also nicht einmal auf den Gärtner verzichten. Wird die Begrünung von ansehnlichen Stadtapartements zum Trend, so gibt es einen kleinen zusätzlichen spezialisierten Wirtschaftszweig in der Stadt. In Deutschland wären diese Leistungen seit neuestem sicherlich als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich absetzbar. – ohne Gewähr –

Alexander Venn, April 2009

Bilder und die etwas anders erzählte Geschichte zu dem grünen Loft finden sich in der Print-Ausgabe der Zeitschrift H.O.M.E. – März 2009


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