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Solarbundesliga gibt kleinen aktiven Gemeinden eine Stimme

Informationsportal: Urbanisierung & Stadtentwicklung & Grüne Stadt ___________Saturday, 31 . Jul . 2010 | KW30

Stadtprojekte

Solarbundesliga gibt kleinen aktiven Gemeinden eine Stimme


Die Solarbundesliga führt installierte Solarstromleistung und Solarwärmeerzeugung in Pro-Kopf-Einheiten auf. Damit haben im Solarranking kleine Gemeinden die Chance, bundesweit Anerkennung zu finden.

Metropolen wie München, Hamburg oder Berlin stehen auf Grund ihrer theoretischen Kapitalkraft schlicht außerhalb der Konkurrenz, wenn sie mal massiv in solartechnische Anlagen investieren wollen. Das würde allerdings bundesweit ein falsches Bild zeichnen und kein Indiz für Aktivität der Gemeinde auf dem Gebiet Klimaschutz und nachhaltige Energieerzeugung darstellen.
Wie ernst es einer Gemeinde ist, Solartechnologie anzuwenden, kann man nur in Pro/Kopf Installationsleistungen messen. Wenn in Großstädten auf einen Schlag Großanlagen in Betrieb gehen, dann findet diese Nachricht so oder so Eingang in die allgemeine Presse. Die Struktur des Solarbundesliga-Rankings macht Sinn, um die kleineren Gemeinden zum Weitermachen zu ermutigen. So wie man beim Boxen Gewichtsklassen eingeführt hat, tut man dies eben auch bei den Gemeinden.

Das Ranking kann in den Kategorien Kleinstädte 5000 bis 19.999 Einwohner, Mittelstädte 20.000 bis 99.9999 und Großstädte ab 100.000 Einwohner abgerufen werden. Stand ist der 19.09.2008.
Unter den Großstädten erzeugt Ulm mit 59,8 Watt/Einwohner den meisten Solarstrom. München und Hamburg punkten eher mit Solarwärme. Unter den Mittelstädten belegt Leutkirch i.A. mit 222,1 Watt/Einwohner Platz 1 in der Solarstromerzeugung. Ganz andere Werte werden bei den Kleinstädten erreicht: der Sieger lautet hier Bad Grönenbach mit 599,3 Watt/Einwohner, die ersten 25 liegen alle über 130 Watt/Einwohner.
Nochmal andere Werte werden erreicht, wenn man auch Stadtteile und kleinste Gemeinden zulässt: Kaiser-Wilhelm-Koog in Schleswig-Holstein mit 372 Einwohnern liegt mit 2350,3 Watt/Einwohner an der Spitze. In diesem Ranking belegt allerdings das vorher genannte Städtchen Bad Grönenbach mit 5243 Einwohnern immerhin schon Rang 21. Ulm belegt Platz 440 in dieser Liste, hat aber auch 116.000 Einwohner einzubeziehen.

Ein gutes Beispiel wie eine Gemeinde ihre Solarstromkapazitäten erhöhen konnte, liefert die Stadt Wiehl in NRW. Hier wurde die Nutzung kommunaler Dächer über die SolarLokal-Dachbörse an Investoren angeboten. Ein regionales Unternehmen konnte für einige Dächer den Zuschlag erhalten. Mit 1200 qm Modulfläche und einer Leistung von 129 kWp wird ein Viertel des jährlichen Stromverbrauchs des Schulungszentrums erzeugt. Weitere Flächen sollen Folgen.
Andere Gemeinden überzeugen ihre Bürger mit Musteranlagen oder sie gehen Kooperationen mit Hochschulen ein, die Solarnutzungskonzepte erstellen oder die Module auf Ertragskraft hin genau analysieren. Landwirte investieren auf ihren riesigen Scheunendächern in Solaranlagen. Doch auch hier muss weiterhin Überzeugungsarbeit geleistet werden.

Solarbundesliga oder die Solarmesse Regiosolar und viele andere Solar-Gemeinschaften setzen auf die lokalen Bezüge und versuchen, in den Gemeinden zu überzeugen. Die Metropolen sind zwar eingebunden, sind aber nicht die Hauptzielgruppe. Der Wandel soll überall stattfinden. Immerhin leben nach wie vor 2/3 aller Deutschen nicht in den Großstädten.

Ein Zitat als abschließende Solarenergie-Vision

„So sind beim diesjährigen Deutschen Meister Rettenbach am Auerberg pro Kopf bereits Solarstromanlagen mit mehr als 1,5 Kilowatt Leistung installiert. Umgerechnet auf die Bundesrepublik würde dies bei rund 80 Millionen Bundesbürgern der Leistung von 100 Atomkraftwerken entsprechen.“ (Solarthemen: Systaic sponsert Solarbundesliga 01.07.08)

Alexander Venn, September 2008

Pressemitteilung: Solarthemen: Systaic sponsert Solarbundesliga

Solarbundesliga


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Ein Kommentar zu “Solarbundesliga gibt kleinen aktiven Gemeinden eine Stimme”

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    [...] Städte gibt es dann die Regionalrankings oder aber die hochspezifischen Rankings, wie das der Solarbundesliga Deutschlands. So wird Freiburg neben Hamburg oder Amsterdam als eine der grünsten europäischen Städte [...]

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