Stadtprojekte
WyeEcoHab – Konzept für soziales und grünes Wohnen im Wolkenkratzer
Das WyeEcoHab - Konzept wurde von einer Studentengruppe der TU-München in Zusammenarbeit mit der Universität Chicago im Hinblick auf die olympischen Sommerspiele in Chicago 2016 erarbeitet. Nachhaltige und moderne Technik, Grünes im Innern und soziale Begegnung stehen im Vordergrund des Entwurfs.
Im Inneren des turmartigen Gebäudes wird es eine Freifläche geben, die viel Grün enthält und für Fußgänger zahlreiche sich in die Höhe windende Laufwege bereithält. Die Laufwege dienen aber nicht nur dem Transport von Menschen, sondern stellen auch ein Gitter für Pflanzen dar. Von unten bis oben sollen die Wege seitlich bewachsen sein. Auch an den einzelnen Teilen der Innenwände ranken sich die Pflanzen bis unters Dach. Immer wieder finden sich einige kleine vertikale Gärten. Alle paar Etagen stößt man auf eine Grünfläche, die man gemeinsam nutzen kann, und die an einer der drei Flügel nach draußen läuft. Wie auch immer eine Umsetzung in die Praxis erfolgen sollte, es ist eine nette Vorstellung, dass man in einem Hochhaus von ganz oben bis ganz unten inmitten von Grün durchspazieren kann und bei Bedarf ins Freie laufen kann, beispielsweise im 23. Stockwerk.
Die neuartigen, noch in der konkreten Forschung befindlichen Magnetaufzüge (Maglev Elevators) können immer dann genutzt werden, wenn man es eilig hat. Die gläsernen Kabinenaufzüge lassen den Blick ins Innere und auch auf den See und die Chicagoer City schweifen.
Das Ziel ist offenbar, einen großen Innenraum eines Wolkenkratzers so zu gestalten, dass man sich darin so wohl fühlen kann, dass ein Spaziergang ein angenehmer Zeitvertreib darstellt und sich im innern des Gebäudes tatsächlich Leben abspielt. Bemerkenswert ist durchaus, dass auf den Simulationen im Innenraum spielende Kinder und eine Frau mit Baby zu sehen sind, alle im legeren Look.
Vielleicht schafft man es doch einmal Wolkenkratzer nicht nur der schönen Aussicht und der sagenhaften Technologie oder der architektonischen Meisterleistung wegen zu bewundern, sondern auch dafür, dass sie eben doch kleine dörfliche Einheiten bilden?
Alexander Venn, März 2009
Bericht auf: Council on Tall Buildings and Urban Habitat
Bericht auf: VBI-Nachrichten (pdf)
Personen aus der Konzeptgruppe: Simon Fiedler, Ingemar Hunold und Daniel Preusse




